Höherer Gasverbrauch – aber an der Kälte lag’s nicht


Gradtagszahlen, Wetter

Wie der Versorgerverband BDEW meldet, ist der Erdgasverbrauch in Deutschland im ersten Quartal 2016 um 6,0 Prozent auf 316 Mrd. kWh gegenüber Vorjahreszeitraum gestiegen. Ist das gut oder schlecht für die Energiewende?

Zumindest Okay wäre es, wenn es nur am kalten Winter gelegen hätte. Das erklärt der BDEW (neben dem Schalttag) auch als Begründung. Hauptursache war die Witterung: Die deutlich niedrigeren Temperaturen im Januar und März führten zu einem höheren Erdgaseinsatz im Wärmemarkt.“

Tja, stimmt aber nicht. Januar und März waren zwar etwas kälter, aber dafür war der Februar deutlich wärmer. Im Schnitt lagen die Temperaturen im 1. Quartal 2016 bei 2,9 Grad und im Vorjahr nur bei 2,6 Grad Celsius. Im 1. Quartal 2016 war’s also wärmer, nicht kälter.

Noch bessere Aussagekraft haben die sogenannten Gradtagszahlen, die messen, ob und wie viel geheizt werden muss. Die lagen diesmal im 1. Quartal mit 1351,4 um 2,2 Prozent niedriger als im Vorjahr (lies: 2,2 Prozent weniger Heizbedarf). An der Kälte kann’s also nicht gelegen haben.